Über Rohrdorfer
Rohrdorfer ist ein führendes Unternehmen der Baustoffindustrie mit Zementwerken, Transportbetonwerken, Betonfertigteilwerken und mehreren Zuschlagstoffwerken in Deutschland, Österreich, Italien, Ungarn und der Slowakei. Als langjähriger CheckProof-Kunde nutzt Rohrdorfer die Plattform seit Jahren, um Sicherheits-, Wartungs- und Qualitätsprozesse zu optimieren und so den eigenen Betrieb sowie die Kundenorientierung zu stärken.
Heute sind die meisten CheckProof-Nutzer im Transportbeton- und Sand-/Kiesbereich aktiv. Teams in Deutschland und Österreich nutzen ein gemeinsames CheckProof-Konto – inklusive Lizenzen, Vorlagen und Checklisteninhalten – und schaffen so einen standardisierten Ansatz für Dokumentation und kontinuierliche Verbesserung über Ländergrenzen hinweg.
Wir haben uns mit Ulrich Fischer, Technischer Leiter des Transportbetonbereichs von Rohrdorfer (Region 1), und Roland Höller, IT- und Prozessoptimierungsspezialist, unterhalten, um zu erfahren, wie CheckProof sie bei ihrem Bestreben nach sichereren, effizienteren und nachhaltigeren Abläufen unterstützt.
Können Sie uns zunächst die Abläufe bei Rohrdorfer beschreiben?
Rohrdorfer nutzt CheckProof heute an 38 Standorten in Deutschland und Österreich mit über 140 aktiven Anwendern. Die Plattform unterstützt dabei zentrale Prozesse wie tägliche Sicherheitskontrollen, die strukturierte Meldung und Nachverfolgung von Abweichungen sowie die lückenlose Dokumentation von Wartungs- und Qualitätsmaßnahmen. Besonders entscheidend ist für uns, dass alle Informationen zentral verfügbar sind und in Echtzeit ausgewertet werden können. Dadurch schaffen wir eine einheitliche Datenbasis über alle Standorte hinweg und ermöglichen eine kontinuierliche Verbesserung unserer Betriebsabläufe.
Könnten Sie sich und Ihre Funktionen kurz vorstellen?
Ulrich: Ich bin Technischer Leiter unserer Transportbeton-Sparte in Region 1 und arbeite in Bayern. Meine Schwerpunkte liegen in der technischen Optimierung, der Sicherheit und der Prozessverbesserung. Ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist die effiziente Dokumentation von Arbeitsabläufen – wir reduzieren den Papieraufwand und minimieren manuelle Übergaben in der Dokumentationskette.
Roland: Ich bin in der IT-Abteilung tätig und arbeite an Prozessoptimierung und Compliance. Mein Fokus liegt auf der Identifizierung und Integration digitaler Tools, die sich nahtlos in unsere Betriebsumgebung und den digitalen Ansatz des Unternehmens einfügen. Ulrich treibt die Verbesserungen vor Ort voran, während ich die digitale Infrastruktur sicherstelle, die diese Prozesse effektiv unterstützt. Ich bin in Österreich ansässig, und obwohl wir an verschiedenen Standorten arbeiten, funktioniert unsere Zusammenarbeit hervorragend. Digitale Tools erleichtern uns den täglichen Geschäftsbetrieb.
“Die Kommunikation wurde deutlich optimiert. Alle Informationen fließen nun über eine zentrale Plattform, wodurch wir klarere und qualitativ hochwertigere Rückmeldungen aus den Betrieben erhalten.”
Roland, aus IT-Sicht: Wie hat CheckProof Ihre Vorgehensweise bei Abweichungen verändert?
Vor CheckProof wurden Abweichungen über verschiedene Kanäle gemeldet - per Funk, Telefon, auf Papier oder einfach nur mündlich, was die Nachverfolgung erschwerte. Jetzt läuft alles auf einer Plattform. Vorfälle werden sofort erfasst, automatisch den zuständigen Personen zugewiesen und können bis zur Lösung verfolgt werden. Die Optimierung der internen Kommunikation auf einer Plattform ist ein großer Vorteil für Führungskräfte und Mitarbeiter im operativen Bereich. Alle Informationen werden zentral erfasst, das hat nicht nur die Geschwindigkeit erhöht, sondern auch die Qualität der Bearbeitung deutlich verbessert.
Der Offline-Modus ist für uns ein großer Vorteil. Viele unserer Standorte befinden sich in abgelegenen Gebieten. Daher ist es entscheidend, Inspektionen offline durchführen und die Daten später automatisch synchronisieren zu können.
Sie erwähnten auch die elektronische Sicherheitskarte als Teil Ihres Vorfallmoduls – wie funktioniert das in der Praxis?
Die Sicherheitskarten werden standort- und geräteübergreifend eingesetzt, um unsichere Zustände oder Beinaheunfälle zu melden. Jeder Bericht enthält Fotos und Dokumentationen, sodass die Teams den Vorfall beschreiben und direkt im selben Formular Verbesserungsvorschläge machen können. Alles wird in einem einheitlichen Format erfasst, was die Analyse, das Handeln und das Lernen aus Vorfällen erleichtert.
Ulrich, wie hat CheckProof Ihre Instandhaltung und Planung unterstützt – insbesondere während der Winterpause?
Wir verwenden in CheckProof sogenannte Tags, um Abweichungen und Wartungsbedarf zu kennzeichnen. Diese Tags lassen sich individuell anpassen und je nach Anwendungsfall verwenden. Innerhalb eines Jahres werden Abweichungen mit dem Tag „Winterreparatur“ versehen und in die Arbeitsmappe aufgenommen. Zu Beginn der Vorbereitungen für die Winterreparatursaison werden diese Aktivitäten abgerufen und zur Reparatur mit internen oder externen Lieferanten eingeplant. So können wir größere Reparaturen im Voraus planen, Ersatzteile frühzeitig bestellen und Unteraufträge effizient verwalten. Es ist ein deutlich proaktiverer und strukturierterer Ansatz.
Wie hat CheckProof die Kommunikation zwischen dem Betriebspersonal und dem Management verbessert?
Die Kommunikation wurde deutlich optimiert. Alle Informationen fließen nun über eine zentrale Plattform, wodurch wir klarere und qualitativ hochwertigere Rückmeldungen aus den Betrieben erhalten. Wir müssen keine grundlegenden Nachfragen mehr stellen – wir können schneller handeln, da wir sofort alle Informationen auf einen Klick parat haben.
Welche CheckProof-Funktionen haben sich für Ihre Zuständigkeitsbereiche als besonders wertvoll erwiesen?
Das Vorfallmodul mit seinen Sicherheitskarten ist unverzichtbar, da wir damit alle Baustellen- und Sicherheitsbegehungen dokumentieren und archivieren. Wir testen außerdem das Planungstool, um einen besseren Überblick über unsere Standorte und Wartungspläne zu erhalten.
Wie hat CheckProof die täglichen Abläufe Ihrer Teams verändert?
CheckProof ist mittlerweile fester Bestandteil des täglichen Arbeitsablaufs. Betriebsleiter, Instandhaltung- und Logistikmitarbeiter nutzen es vom Arbeitsbeginn an, um Fortschritte zu verfolgen, den Maschinenstatus zu prüfen und Abweichungen nachzugehen. Das Ergebnis ist eine strukturiertere und transparentere Arbeitsweise und Dokumentation. Die Mitarbeiter in der Produktion schätzen die einfache Bedienung und die digitale Arbeitsweise, die sie von manuellen Berichten befreit.
Haben Sie Auswirkungen auf das Engagement oder die Verantwortlichkeit festgestellt?
Ja – die wiederkehrenden Kontrollen und das Ausfüllen der Sicherheitskarten sind zur Routine geworden. So beginnen die Teams ihren Tag, ähnlich wie eine kurze Sicherheitspause. Diese Routine hat das Sicherheitsbewusstsein und die Eigenverantwortung gestärkt.
Zu den meistgenutzten Funktionen unserer Teams gehören der Offline-Modus und die Abweichungsvorlagen, natürlich in Kombination mit der Kernfunktionalität der benutzerdefinierten Checklisten. So hat jeder – von den Mitarbeitern in der Produktion bis zum Management – allzeit einen vollen Überblick über die aktuellen Vorgänge.
Haben Sie seit der Implementierung von CheckProof messbare Verbesserungen festgestellt – wie z. B. Zeitersparnis, schnellere Problemlösung, weniger Ausfälle oder eine bessere Auditvorbereitung?
Absolut. Der zentralisierte Workflow und die digitale Dokumentation sparen Zeit und reduzieren Fehler. Abweichungen werden schneller bearbeitet, die Wartungsplanung effizienter gestaltet und die Auditvorbereitung deutlich vereinfacht, da alles in einem System nachvollziehbar ist.
Rohrdorfer hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, bis 2038 CO₂-neutral zu werden. Wie unterstützen digitale Tools wie CheckProof diesen Wandel?
Die Digitalisierung von Workflows spart große Mengen Papier, doch die Vorteile gehen weit darüber hinaus: Bessere Daten ermöglichen eine intelligentere Planung, weniger unnötige Vor-Ort-Besuche und eine optimierte Anlagenauslastung. All dies trägt zu unserem Ziel der Klimaneutralität bei.
Wir prüfen außerdem, wie uns das Planungstool von CheckProof dabei helfen kann, Papierwirtschaft weiter zu reduzieren, die Wartungseffizienz zu steigern und letztendlich einen nachhaltigeren Betrieb aufzubauen.
Welche digitalen oder operativen Ziele verfolgen Sie mit CheckProof für die nächsten 12–24 Monate?
Roland: Das größte Optimierungspotenzial sehe ich in der Planung und Steuerung der Instandhaltung und Reparatur von Anlagen in den nächsten ein bis zwei Jahren.
Wie haben regelmäßige Prüfungen mit CheckProof dazu beigetragen, die Lebensdauer von Anlagen zu verlängern oder Ausfallzeiten zu reduzieren?
Ulrich: Insbesondere im Transportsektor haben regelmäßige Prüfungen mit CheckProof dazu beigetragen, Ausfallzeiten zu reduzieren, indem Probleme frühzeitig erkannt wurden – so konnten wir unsere Fahrmischer und Betonpumpen in die Werkstatt bringen, bevor aus einem kleinen Problem ein kostspieliges wurde.
Aus Sicht des Prozessmanagements: Was war beim Rollout am wichtigsten?
Roland: Meiner Meinung nach ist es entscheidend, die Kollegen aus dem operativen Bereich von Anfang an einzubinden und lokale Multiplikatoren zu finden, die die Einführung dezentral vorantreiben. Ein schrittweiser Rollout, sowohl geografisch als auch inhaltlich, hat die Einführung des Tools deutlich erleichtert.
Wie wurden vor der Einführung von CheckProof tägliche Prozesse wie Inspektionen, Wartungsplanung oder Berichterstattung abgewickelt?
Ulrich: Vor der Einführung von CheckProof waren unsere Prozesse vollständig papierbasiert, mit hohem manuellem Aufwand und fehlender Nachvollziehbarkeit.
Welche zusätzlichen Funktionen wünschen Sie sich für CheckProof?
Ulrich: Intelligente Checklisten und eine verbesserte Übersicht für Administratoren (mehr arbeitsplatzspezifische Filter).
Was waren die größten Herausforderungen des vorherigen Systems?
Genau das, was man erwarten würde: papierbasierte Arbeitsabläufe, Verzögerungen, mangelnde Transparenz und Lücken in der Berichterstattung. Diese Schwachstellen machten deutlich, dass wir eine bessere Lösung brauchten.
Was hat Sie ursprünglich dazu bewogen, nach einer digitalen Lösung zu suchen?
Roland: Wir arbeiten ununterbrochen daran, Prozesse sinnvoll zu digitalisieren. Hier analysieren wir sehr genau, welche manuellen und Papier getriebenen Abläufe sich durch Digitalisierung verbessern lassen. Daraus können sich Effizienzverbesserungen oder auch eine höhere Prozesssicherheit ergeben. Manchmal auch beides, dann ist der Prozess zur Digitalisierung besonders interessant.
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